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Knochenbrühe: 1. Hilfe bei Entzündungen

Knochenbrühe

Knochenbrühe: 1. Hilfe bei Entzündungen

Knochenbrühe, das wussten schon unsere Großeltern, ist ein echter Gesundheitsbringer und bei vielen die erste Wahl, wenn es um die Bekämpfung einer Erkältung geht. Was viele noch nicht wissen: Knochenbrühe ist ein wahres Allroundtalent und kann insbesondere bei Entzündungen sehr unterstützend wirken. Die Schwedin Birgitta Höglund, die ihre Beschwerden positiv mit einer Low Carb Ernährung und Knochenbrühe beeinflussen konnte berichtet von der Veränderung und gibt Zubereitungstipps.

Knochenbrühe: 1. Hilfe bei Entzündungen

 

Knochenbrühe

Knochenbrühe

Rund um die Knochenbrühe von Birgitta Höglund aus dem LOW CARB-LCHF Magazin.

 

Heute schreibe ich über die Knochenbrühe, die zu einer weiteren Verbesserung meiner Gesundheit geführt hat.

 

Es ist mir wichtig, meine Erfahrungen mitzuteilen, damit Sie und andere die Vorteile der Knochenbrühe nutzen können.

 

Seit 18 Monaten nehme ich fast täglich Brühe als Getränk oder als Zutat in Suppen, Eintöpfen und Saucen zu mir. Knochenbrühe enthält viel Kollagen und wurde schon in frühen Zeiten genutzt. Leider ist dieses Wissen in den letzten 30–40 Jahren fast in Vergessenheit geraten, es werden überwiegend Brühwürfel oder ähnliches verwendet.

 

Die Wirkung der Knochenbrühe auf meine Gesundheit ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach einer Woche merkte ich einen deutlichen Unterschied. Der Körper meines Mannes Lennart und meiner fühlen sich viel weicher an. Wir haben weniger Schmerzen in den Gelenken, Haut, Haare und Nägel sind noch kräftiger geworden, der Schlaf hat sich verbessert, Magen und Darm sind ruhiger geworden.

 

Das Bindegewebe hat sich wesentlich verbessert, besonders im Gesicht sind weniger Falten zu sehen. Lennart ist 74, ich 55 Jahre alt, daher ist es ein tolles Gefühl, dass wir jünger als vor ein paar Jahren aussehen. Sogar meine 88-jährige Mutter hat im vergangenen Jahr mit der Knochenbrühe begonnen. Ihre Kniearthrose und andere Schmerzen haben sich verbessert. Sie hat eine sehr schöne und glatte Haut, sodass man ihr das Alter nicht ansieht.

 

Wahrscheinlich leide ich unter Arthrose, denn in den letzten Jahren hatte ich oft Schmerzen in den Hüften. Ich dachte immer, dass es mit meiner Fibromyalgie zusammenhängt. Doch nun habe ich eine große Verbesserung erlebt und kann jetzt für mehrere Stunden auf der Seite schlafen, was bisher unmöglich war.

 

Hat die Knochenbrühe sämtliche Probleme gelöst? Nein, nicht ganz! Ab und zu verspüre ich Schmerzen an verschiedenen Körperstellen. Doch es fühlt sich eher so an, als würden Entzündungen, die ich im Rücken, den Schultern, Hüften, Fingern und Füßen hatte, ausheilen. Meine Fibromyalgie macht sich noch manchmal bemerkbar, wenn ich zu viel Sport mache, Stress habe oder bei schlechtem Wetter.

 

Knochenbrühe

Ich bin in diesem Jahr in eine Facebookgruppe „Gelatine und Chancen“ eingetreten, gegründet von der Ernährungsberaterin Anna Hallén. Dort hatte ich Kontakt mit sehr vielen, die ähnliche Verbesserungen in ihrer Gesundheit erleben durften.

 

Seine eigene Knochenbrühe zu kochen ist wirklich zum Trend geworden. Hier nun Tipps, wie Sie die Brühe auf verschiedene Weise zubereiten können.

 

Knochenbrühe Tipps und Rezepte

Ich benutze Knochen und Gelenke von Kälbern, Rindern, Wild und / oder Huhn. Es ist in der Regel möglich, Knochen bei den regionalen Schlachthöfen oder an der Fleischtheke zu bekommen. Ochsenschwanz ist bestens für die Knochenbrühe geeignet, er hat gutes und nahrhaftes Fleisch, das durch langes Kochen rosig wird. Lamm- und Schweinebeine können der Knochenbrühe einen etwas starken, manchmal unangenehmen Geschmack verleihen. Doch probieren Sie es aus, wenn Sie mögen.

 

  • Knochenbrühe auf dem Herd zubereiten

Kochen Sie die Knochen mit Gemüse und Gewürzen in einem großen Kochtopf. Die Knochen von Kalb, Rind oder Wild bräune ich zuerst im Ofen. Siehe Beschreibung im Abschnitt über Aroma. Lassen Sie die Brühe schäumend aufkochen und anschließend bei niedriger Wärme ohne Deckel weiterkochen. Eventuell etwas Wasser auffüllen, wenn es verkocht ist. Knochenbrühe vom Rind koche ich etwa 12 Stunden, sie kann auch 24-48 Stunden sieden. Bei meiner Arbeit im Restaurant, kochte ich immer Hühnerbrühe in großen Töpfen für 6 bis 8 Stunden, um das Kollagen zu gewinnen.

 

 

  • Zubereitung der Knochenbrühe im Ofen

Kochen Sie die Knochen / Hühner in einem gusseisernen Topf mit einem Verschlussdeckel. Setzen Sie ihn bei 80–100 Grad in den Backofen und lassen ihn für 4–6 Stunden (Huhn) oder 12 Stunden (Fleischknochen) darin stehen. Nehmen Sie das Fleisch und das Gemüse heraus und lassen nur die Knochen im Topf liegen. Mit Wasser auffüllen, aufkochen und für weitere 12 Stunden in den Ofen stellen. Nehmen Sie die Knochen heraus und verkochen den Rest zu einer konzentrierten Brühe.

 

 

  • Andere Möglichkeiten der Zubereitung von Knochenbrühe

Im Nordic Cooker oder Crock Pot: (Electric slowcooker) Kochen Sie zuerst für 12 Stunden bei niedriger Leistung für Fleisch und Knochen, für 8 Stunden Huhn. Fleisch und Gemüse entfernen. Setzen Sie die Knochen wieder in die Pfanne, mit Wasser auffüllen und weitere 12 Stunden bei geringer Wärme kochen lassen. Die Brühe abseihen und einer Kasserolle einkochen lassen.

 

 

Aromen für die Knochenbrühe

50 ml Apfelessig oder Zitronensaft werden für die Knochenbrühe benötigt, durch die Säure kann die Gelatine leichter aus den Knochen gelöst werden und sorgt für einen guten Geschmack. Für die Brühe aus Rinder- und Wildknochen nehme ich gerne Tomatenmark, es gibt ebenfalls Säure und einen intensiveren Geschmack. Die Knochen bräune ich zusammen mit Gemüse und Tomatenmark zuerst für etwa 20-30 Minuten bei 225 Grad im Ofen. Die traditionellen Aromen der Knochenbrühe sind Karotte, Zwiebel, Lorbeerblätter, Petersilie, weißer Pfeffer und Piment. Ich füge auch Salz hinzu, wenn ich die Brühe koche, um dem Fleisch und dem Gemüse einen besseren Geschmack zu geben.

 

Üblicherweise nehme ich das gekochte Gemüse gleichzeitig mit dem Fleisch heraus und nutze es als Beilage. Pfeffer, Chili-Flocken und getrocknete Kräuter können Sie in einem Teebeutel legen, dann wird es einfacher, den Schaum abzuschöpfen, der ohne Blutreste sein sollte, da sonst der Geschmack und die Haltbarkeit leiden können. Variieren Sie gerne mit Pastinaken, ein wenig Sellerie, Kürbis, Rüben, Tomaten, Knoblauch, Lauch, getrockneten Pilzen, Rosmarin, Liebstöckel, Thymian, Oregano, Brennnessel oder mit Ihren Lieblingskräutern, frisch oder getrocknet. Kurkuma, Ingwer, Chili oder Hagebuttenpulver geben auch einen guten Geschmack und haben eine heilende Wirkung.

 

 

Tipps zum Verwahren der Knochenbrühe

Reduzieren Sie die Brühe bis zur Hälfte. Meistens wird sie dadurch besser und benötigt weniger Platz im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe und ist haltbarer. Reduzierte Knochenbrühe wird als Fond bezeichnet und hält mindestens eine Woche im Kühlschrank. Ich esse das Fett der Knochen nicht gerne, da es erstens durch die Oxidation der langen Kochzeit und zweitens durch das hohe Alter der Tiere bitter und ranzig schmecken kann.

 

Hühnerfett ist besser, da es nicht so lange gekocht hat und ist milder im Geschmack. Für gewöhnlich seihe ich es ab und nehme es zum Braten. Doch wenn Sie den Fettgeschmack mögen, können Sie sich die eben beschriebenen Schritte sparen. Zum Verwahren pflege ich jedoch das Fett in der Knochenbrühe zu lassen und entferne es erst kurz bevor ich die Brühe verwende. Die Knochenbrühe lässt sich gut in Glas- oder Plastikbehältern im Kühlschrank aufbewahren.

 

Die einfachste Aufbewahrung ist, die Brühe in Eisbehälter oder Eisbeutel zu gießen und dann in einen Beutel oder in einer Dose im Gefrierfach zu lagern. Wenn Sie Brühe benötigen, nehmen Sie diese einfach in der passenden Portion aus dem Gefrierfach und geben sie direkt in eine Tasse mit warmem Wasser, in die Suppe oder den Eintopf.

 

 

Kochbücher von Birgitta Höglund

Birgitta 5Von Birgitta Höglund sind verschiedene Kochbücher ins Englische übersetzt worden. Das Buch Low Carb High Fat Cooking for Healthy Aging hat sie zusammen mit Dr. Annika Dahlqvist verfasst. Sehr schöne Kochbücher sind auch Low Carb High Fat and Paleo Slow Cooking und Low Carb High Fat Barbecue.

 

 

 

 

 

 

 

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Bildrechte Artikel: Birgitta Höglund, Mikael Eriksson

Titelbild: canva

ache.margret@gmail.com

Gründerin von LCHF Deutschland und der LCHF Deutschland Akademie

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2 COMMENTS
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    Gnubbel 21. Januar 2026

    Wunderbar auf den Punkt gebracht: Neben einer Reihe von wertvollen entzündungshemmenden Mikronährstoffen, die mit der Knochenbrühe aus dem Organismus der ehemaligen Besitzer in den unseren übergehen, ist es vor allem das Kollagen, jenes Proteingemisch, das die Grundlage allen Lebens ist und von dem wir heute aufgrund unserer verbreitet pflanzenbasierten Ernährung meist ein enormes Defizit haben. Da brauchen wir uns über diverse „Alterserscheinungen“ wie Osteoporose, Arthrose oder Bindegewebsschwäche nicht zu wundern oder sie gar als „Schicksal“ hinzunehmen oder den Hormonen anzulasten, denn mit unserer kollagenarmen Ernährung haben wir sie selbst verursacht.

    Was mich immer wieder betrübt, ist, dass man einerseits regelmäßig von Leuten liest, die mithilfe solcher „Ernährungshacks“, die früher zum normalen Speiseplan gehörten, diverse Krankheiten erfolgreich eingedämmt und mitunter auch Ärzteodysseen beendet haben, aber andererseits immer noch viel zu wenig Menschen aus dem Schaden anderer klug zu werden scheinen, noch bevor sie selbst krank werden.

    Das Problem ist, dass wir unsere Gesundheit als eine Selbstverständlichkeit betrachten: Solange wir nichts merken, ist ja alles in Ordnung, wozu also unnötig Gedanken machen, auf seine Ernährung achten und den Fuß vom Gashebel herunternehmen. Leider ist es aber bei vielen Krankheiten üblich, dass man lange Zeit nichts merkt, und wenn die ersten Beschwerden auftreten, das Übel schon weit fortgeschritten und eine Heilung, wenn überhaupt noch möglich, meist sehr langwierig und kostspielig ist. Dass ich vor vielen Jahren, nachdem ich meine Gesundheit mit Vollgas an die Wand gefahren hatte, so schnell wieder aus der Misere herauskam, war neben eiserner Disziplin auch einer gewaltigen Portion Glück geschuldet und sei keinesfalls zur Nachahmung empfohlen.

    Es heißt doch nicht umsonst „Vorbeugen ist besser als heilen“ – also nicht warten, bis man krank ist, um dann dagegen anzukämpfen, sondern bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass man erst gar nicht krank wird. Und dazu muss man nicht einmal über ein umfangreiches Wissen verfügen und viele schlaue Bücher gelesen haben; wenn man ein paar Grundregeln befolgt, die für die Menschen früher selbstverständlich waren, kann man damit schon viel Elend verhindern. Man muss auch nicht hunderte Nahrungsergänzungsmittel schlucken; wenn man seine Ernährung so gestaltet, wie das über hunderttausende Jahre Menschheitsgeschichte üblich war – sprich: ausreichend tierische Proteine und Fette, möglichst wenig mit Schadstoffen verunreinigt, dann kann man sich damit schon die meisten Pillen und Pülverchen sparen. Und wenn man sich dann noch einen Überblick über die im Blut vorhandenen wichtigen Hormone (Insulin, Cortisol, Vitamin D), Aminosäuren und Mikronährstoffe verschafft, indem man ein bisschen Geld in die Hand nimmt und (sinnvollerweise über den Hausarzt) eine entsprechende Laboranalyse anfertigen lässt, und nachdem man sich vom ersten Schreck erholt hat, die Defizite gezielt auffüllt, dann halten sich die Folgekosten in Grenzen. Last but not least kann man sich auch viel Ungemach ersparen, wenn man seinem Seelenleben und insbesondere seinem Stresspegel die nötige Beachtung schenkt, denn die meisten „Zivilisationskrankheiten“ werden nun einmal durch chronischen Stress verursacht.

    Noch ein kleiner Tipp: Wenn man noch etwas knochenreiches Fleisch (zum Beispiel Schweinefüße und ein Vordereisbein) und ein paar Gewürze in der Brühe mitkochen lässt und zum Schluss optional noch ein wenig Gelatine hineintut, erhält man eine wunderschöne Sülze (Rezept unter https://lchf-deutschland.de/keto-und-lchf-fuer-ein-kleines-budget/), die auf dem gnubbelschen Frühstückstisch nie fehlen darf – und das nicht nur, weil ich gesundheitliche Probleme im Vorfeld verhindern möchte, sondern auch und vor allem, weil sie absolut lecker ist.

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