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LCHF und Fasten von Dr. Annika Dahlqvist

annika

LCHF und Fasten ist ein geniale Kombination. Die Mutter der LCHF-Ernährung, Dr. Annika Dahlqvist teilt uns ihre Gedanken zum Fasten mit.

 

LCHF und Fasten

 

Der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte immer intermittierend gefastet. Denn er hatte über Millionen von Jahren als Jäger und Sammler, nicht jeden Tag etwas zu essen. Er war gezwungen mit nüchternem Magen zu fischen und zu jagen oder Gemüse zu sammeln. Dadurch wurde der Körper gezwungen, dass eingelagerte Fett als Energiequelle zu verwenden. Der Abbau von Muskel-Protein hätte fatale Folgen gehabt, denn da wäre die Kraft verloren gegangen, um auf Jagd zu gehen.

Auch nach der Einführung des Ackerbaus hatten die Menschen ebenfalls Zeiten, in denen die Lebensmittel knapp waren. Das führte ebenfalls zu unfreiwilligen Fastenzeiten. Später, als die Religion eine zunehmende Rolle spielte, wurde Fasten zu bestimmten Zeiten eine Tradition. Erst in der Moderne geriet das Fasten zunehmend in Vergessenheit.

Die positiven Seiten des Fastens

Fasten hat jedoch eine sehr positive Wirkung auf den Körper. Vor allem erhält die Leber die Möglichkeit, alle Gefäße gut durchzuspülen.

Wenn man zu große Menge Nahrung verzehrt, vor allem viele Kohlenhydraten und viel Protein, wird der Überschuss dieser Makronährstoffe in Energie umgewandelt, die als Fett gespeichert wird. Diese Speicherung findet auch in der gesamten Leber statt und so kommt es zur Fettleber. Sie ist ein Vorstadium für die Leberzirrhose und das Leberversagen. Eine Fettleber ist durch medizinische Tests gut erkennbar.

Beim Fasten wird das eigene Körperfett als Energiequelle genutzt, auch das eingelagerte Fett in der Leber. Dadurch verbessert sich die Leberfunktion wieder, sie reinigt sich sozusagen selbst, was deutlich an den Leberwerten zu erkennen ist. Auch die Bauchspeicheldrüse entledigt sich des überschüssigen Fettes und funktioniert wieder besser.

Die Erhöhung des Blutzuckers mit der herkömmlichen Ernährung

Bei vielen Menschen kommt es nach einem jahrelangen Zuviel von Kohlenhydraten und Eiweiß zu einer permanenten Blutzuckererhöhung. Der ständig hohe Glukosegehalt zeigt Auswirkungen auf die Leber, die Bauchspeicheldrüse und alle Körperzellen. Der Körper verliert die Fähigkeit, Glukose und Insulin richtig zu bilanzieren, er wird insulinresistent. Das bedeutet, es ist zwar viel Insulin im Körper, doch es erzeugt kaum noch eine blutzuckersenkende Wirkung. Das ist der erste Schritt zum metabolischen Syndrom. Dann gesellen sich noch das Übergewicht mit dem krankhaften Bauchfett, Bluthochdruck und eine Fettstoffwechselstörung hinzu. Auch kommt es zu vermehrten Entzündungen im Körper. Wird auch ein erhöhter Nüchternblutzuckerwert festgestellt, heißt die Diagnose Typ-2-Diabetes. Auch Menschen mit einem Typ-1-Diabetes, die den Ernährungsempfehlungen mit vielen Kohlenhydraten und wenig Fett nachkommen, können eine Insulinresistenz und ein metabolisches Syndrom entwickeln. Die Komplikationen bei den Diabetikern, die lange Zeit einen zu hohen Zuckergehalt haben sind immens. Sie erleiden Schäden an den kleinen und großen Blutgefäßen und an den Nerven Das beeinträchtigt u.a. das Gehirn, die Augen, das Herz, die Nieren und auch die Füße.

 

Vielen lieben Dank für deine interessanten Aspekte rund um das Fasten, liebe Annika. Hier geht es zum Interview mit Annika Dahlqvist.

 

Das Fastenexperiment von Miriam Hoffbauer

Miriam, eine Absolventin der LCHF Akademie, hat einen interessanten und ausführlichen Bericht über Fasten und ihr Fastenexperiment geschrieben. Hier geht es zu ihrem Blog, KetoVida.

 

Margret Ache www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

 

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