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Mythen über die gesunde Ernährung

Zum Thema Ernährung gibt es eine ganze Reihe Mythen, die sich hartnäckig halten. Was ist falsch und was ist richtig. Wir versuchen einige Mythen zu klären.

 

Mythen über die Gesunde Ernährung

Eier und Butter erhöhen den Cholesterinspiegel

Falsch!

 

Es stimmt zwar, dass Eier viel Cholesterin enthalten, nämlich etwa 190 mg, doch dadurch wird der Cholesterinspiegel in der Regel nicht erhöht. Denn unser Körper reguliert den Cholesterinspiegel indem er selbst weniger produziert.

 

Der dänische Wissenschaftler Arne Astrup sagt: „Zahlreiche Studien belegen, dass es keinen Vorteil bringt, wenn man gesättigte Fette meidet“. Astrup hatte sich jahrelang gegen Fette ausgesprochen und die „Low-Fat-Diäten“ für den richtigen Weg gehalten. 2013 kam die Kehrwendung, als eine große Studie  (1) ihn eines besseren belehrte. Seinen berühmten Satz zu Gary Taubes

“I was wrong, you were right”

kennt jeder Low Carber. Der schlechte Ruf der Butter gehört ebenfalls zu den Mythen. Es kam vor allem wegen der gesättigten Fettsäuren dazu. Völlig zu Unrecht, wie diese  Studie  (2) bestätigt. Denn gesättigte Fettsäuren haben den Vorteil, dass sie hitzestabiler als andere Fette sind. Butter eignet sich in geklärter Form wie Ghee oder Butterschmalz gut zum Anbraten. Für unseren Körper sind gesättigte Fettsäuren wertvoll, weil sie unseren Zellmembranen Stabilität verleihen und dadurch einen Schutz gegen die freien Radikale bieten.

 

Zucker macht süchtig

Richtig (sagen wir) Falsch (sagen (noch) viele Wissenschaftler)

 

Zucker – Sucht

Prof. Robert Lustig, Übergewichtsforscher an der Universität San Francisco, warnt immer wieder davor, es jedem selbst zu überlassen, wie viel Zucker er konsumiert: „Dann wird sich nie etwas ändern“ sagt Lustig, „wenn Zucker süchtig macht und wenn er überall verfügbar ist – werden Menschen zu viel davon essen. Genau so, wie sie es jetzt tun“. “ Zucker ist Gift“, sagte Lustig im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Dagegen betrachtet er die Verteufelung des Fettes als falsch. Sehen Sie auch den Video „Sugar – The Bitter Truth“ von Robert Lustig. Wer lieber einen deutschen Beitrag sehen möchte, Eric David hat auch einen sehr interessanten Bericht online gestellt.

 

Lesen Sie gerne das Buch „Pur, weiß, tödlich“ von John Yudkin und Robert Lustig. Ein Buch mit seriösen wissenschaftlichen Grundlagen.

 

Macht Zucker wirklich süchtig? Darüber gibt es seht unterschiedliche Meinungen.  Interessant, was Prof. Falk Kiefer von der Uni Heidelberg bei übergewichtigen Patienten herausfand, als er ihnen mithilfe des Magnetresonanztomografen (MRT) ins Gehirn schaute. Und siehe, das Belohnungszentrum reagierte auf stark zuckerhaltige Speisen ganz anders als auf Obst. Ähnlich wie bei Alkohol oder anderen Suchtstoffen schüttete es nämlich bei Zucker vermehrt Dopamin aus.

 

Im Gegensatz zu der Schwedin Bitten Jonsson möchte Prof. Kiefer trotzdem nicht von Sucht sprechen, er bezeichnet es nur als ausgeprägtes Verlangen. Jonsson hingegen vertritt die Meinung, dass Zucker süchtig und dick macht und neben Alkohol und Tabak das am meisten konsumierte Suchtmittel ist. Sie sagt, die negativen Wirkungen der süßen Droge reichen von Übergewicht bis hin zu schweren physischen und psychischen Schädigungen.

Äußerst interessant ist dieser Artikel im Deutschen Ärzteblatt „Wie finanzielle Interessenkonflikte Reviews zu Übergewicht beeinflussen“.

 

In diesem Artikel wird berichtet, dass industriell geförderte Studien oft über einen fehlenden Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken und Übergewicht berichteten, der in den Originalen deutlich zu finden ist.

Grüner Tee ist gesund und soll vor Krebs schützen

Richtig!

 

Der Inhaltsstoff Epigallocatechingallat (EGCG) macht den grünen Tee gesund. Studien (3) haben gezeigt, dass EGCG das Risiko für Prostatakarzinome vermindert. Auch soll das Wachstum von Tumorzellen und Entzündungen gebremst werden und es scheint  freie Radikale im menschlichen Körper zu blockieren.

 

Was sind freie Radikale? Sie entstehen im Körper durch Überlastung der Verbrennungsprozesses in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen. Diese freien Radikalen werden für viele Krankheiten verantwortlich gemacht, u.a. für MS, Krebs, Alzheimer, Rheuma und Arterienverkalkung.

 

Margret Ache / www.LCHF-Deutschland.de und www.LCHF-Akademie.de

 

(1) http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1007137

 

(2) http://journals.plos.org/plosone/article?id=info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0158118

 

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2789276/

 

Titelbild: © photocrew-Fotolia.com

 

 

 

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