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Dick oder dünn – was macht den Unterschied?

Was unterscheidet dicke von dünnen Menschen? Nein, ich meine nicht die Figur. Ich meine den Insulinspiegel! Dieser ist bei dünnen Menschen in der Regel niedrig bis normal, bei dicken Menschen hingegen hoch bis sehr hoch. Und hoch bis sehr hoch bedeutet, 400 – 1000 % höher!

Insulin

Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse und ist dafür verantwortlich, die Glucose zur Energieproduktion in alle Körperzellen zu schleusen. Was passiert bei einer Ernährung mit vielen Kohlenhydraten ( = viel Glukose)?

• Der Blutzuckerspiegel steigt schnell an, die Insulinproduktion ist massiv.
• Insulin veranlasst, dass überschüssige Glucose als Fett in den Fettzellen gespeichert wird.
• Insulin ist ein Verschlusshormon, es verhindert, das Fett aus der Fettzelle und Glucose aus den Speichern der  Leber wieder in den Umlauf kommen.
• Ein ständig hohes Insulinniveau erhöht die Insulinresistenz der Zelle, so steigt der Blutzuckerspiegel an, obwohl viel Insulin da ist.

Sobald die Insulinrezeptoren der Zellen ständig mit viel Insulin- als Türöffner für Glucose – bombardiert werden, hat das zur Folge, dass sie unempfindlich gegen Insulin werden. Dadurch verlieren die Zellen immer mehr die Fähigkeit, Glucose aufzunehmen. Als Ausgleich wird immer mehr Insulin produziert, um die unter Energiemangel leidenden Zellen doch noch irgendwie zu versorgen.

Die Folgen sind unübersehbar, das Gewicht steigt, analog zum Blutzucker- und Insulinspiegel. Die Fettdepots vermehren sich, da die Glucose zum Großteil in die Fettzellen geliefert wird, statt für den unmittelbaren Energiebedarf verbraucht zu werden.

Übergewicht und ein hohes Insulinniveau sind also eng gekoppelt. Mit anderen Worten: Insulin macht dick und sorgt dafür, dass man es bleibt.
Dass Insulin ein fetteinlagerndes Hormon ist, erleben Diabetiker, die immer an derselben Stelle ihr Insulin spritzen, es entsteht ein Fetthügel. Bei diesem Fetthügel (Lipohypertrophie) handelt es sich um eine Zunahme des subkutanen Fettgewebes durch das Insulin.

Fasten und Low Carb verbessern den Insulinspiegel

Wodurch kann der Insulinspiegel gesenkt werden? Zum Beispiel durch Fasten oder durch eine Ernährung mit weniger Kohlenhydraten, zum Beispiel LCHF. Die LCHF-Ernährung lässt sich wunderbar mit intermittierendem Fasten  verbinden. Zum Beispiel mit dem 16:8 Fasten, das bedeutet, 16 Stunden lang wird gefastet und in einem Zeitfenster von 8 Stunden kann gegessen werden.

Das ist also der Unterschied zwischen dick und dünn – die Höhe des Insulinspiegels.

Sie möchten mehr über eine gesunde Ernährung mit weniger Kohlenhydraten und mehr gesundem Fett erfahren? Dann können wir Ihnen das Low Carb – LCHF Magazin empfehlen.

  1. 1. Deutschsprachiger Low Carb – LCHF Kongress in Deutschland

Treffen Sie Experten und Gleichgesinnte beim Low Carb – LCHF Kongress am 11. Februar 2017 in Düsseldorf. Den Flyer zum Kongress können Sie hier  low-carb-lchf-kongress-Flyer downloaden und zur Anmeldung geht es hier.

Margret Ache/www.LCHF-Deutschland.de

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info@lchf-deutschland.de

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