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Jährlich am 14. November ist Weltdiabetestag

Weltdiabetestag

Heute, am 14. November, ist Weltdiabetestag: Derzeit leiden über 463 Millionen Menschen an Diabetes. Im Jahr 2000 waren es „nur“ 151 Millionen, das entspricht einer Steigerung von 205 Prozent innerhalb von 20 Jahren!

Was ist Diabetes?

Weltdiabetestag

Weltdiabetestag

Diabetes ist eine Erkrankung, die entweder aufgrund eines Mangels an Insulin (einem Hormon, das den Blutzucker steuert) oder aufgrund der Unfähigkeit, es wirksam einzusetzen, hervorgerufen wird. Dadurch wird ein hoher Blutzuckerspiegel verursacht.

 

Beim Typ-1-Diabetes zerstört das körpereigene Immunsystem die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Daher können Menschen mit Typ-1-Diabetes nicht mehr selbst Insulin herstellen und müssen es täglich spritzen.  So können sie den Blutzucker kontrollieren.

 

Beim Typ-2-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse immer noch Insulin – in der Regel sogar in größeren Mengen als normal, doch die Körperzellen sind gegen dessen Wirkung resistent.[1] Da die Bauchspeicheldrüse immer noch Insulin produziert, wird Typ-2-Diabetes manchmal auch als nicht insulinabhängiger Diabetes bezeichnet. Im Laufe der Zeit ist die Bauchspeicheldrüse jedoch oft nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zur Kontrolle des Blutzuckers zu produzieren, sodass eine Behandlung mit Medikamenten oder auch Insulin erforderlich ist.

 

Eine weitere wichtige Erkrankung ist der Prädiabetes, bei dem der Blutzucker zwar höher als normal, aber nicht hoch genug ist, um als Diabetes klassifiziert zu werden. Darüber hinaus sind die Insulinspiegel sowohl vor als auch nach dem Essen in der Regel erhöht.

 

Im Laufe der Zeit kann der Prädiabetes zum Typ-2-Diabetes fortschreiten. Allerdings birgt er meist die gleichen Gesundheitsrisiken wie Diabetes, selbst wenn der Blutzucker im Bereich des Prädiabetes bleibt.[2]

Zahlen zum Weltdiabetestag

Jedes Jahr erhalten bis zu 500.000 gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland die Diagnose Diabetes Typ 2. Etwa 7 Millionen Menschen sind an Diabetes erkrankt. Rund 95 Prozent leiden an Typ-2-Diabetes, der früher auch Altersdiabetes genannt wurde und als unheilbar galt. Täglich kommen knapp 1400 Patienten hinzu.

 

Rund die Hälfte aller Dialysepatienten in Deutschland ist zuckerkrank. Alle 13 Minuten werden einem Diabetiker in Deutschland Zehen, Füße oder Unterschenkel abgenommen, das sind rund 60.000 Amputationen im Jahr.  Der Anteil der Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen liegt bei Personen mit Typ-2-Diabetes bei 37,1 %. Der Anteil an Personen mit Diabetes, bei welchen eine diabetische Polyneuropathie dokumentiert ist, beträgt 13,5 % …

Diabetes-Typ-2

Dass die Diabeteserkrankung etwas mit Zucker zu tun hat, ist den meisten Patienten klar. Dass allerdings auch stärkehaltige Produkte eine Rolle spielen, ist schon nicht mehr so geläufig. Daher versucht Prof. Stephan Martin aufzuklären und seine Patienten auf eine Low-Carb-Ernährung zu setzen. Er sagt:

Nun, die Patienten messen ja regelmäßig ihren Blutzucker. Dabei sehen sie: Wenn sie Brot essen, Kartoffeln, Reis, Pasta, dann steigen die Blutzuckerwerte an. Es ist nicht alleine der Zucker, sondern es sind die Kohlenhydrate generell – Kartoffelpüree hat einen höheren glykämischen Index als Haushaltszucker…Bei uns in der Praxis und in bundesweiten Studien haben wir Erfahrungen mit über tausend Patienten gesammelt, es ist unglaublich, was man da erreichen kann. Viele kommen schon nach kurzer Zeit komplett oder zumindest teilweise ohne Medikamente aus. Typ-2-Diabetes ist kein Schicksal, das jemand tatenlos erdulden muss, sondern ein Weckruf, um aktiv zu werden.

Ketoazidose

Weltdiabetestag

Diabetes ist kein Schicksal mehr, welch eine wunderbare Botschaft! Leider verkündigen noch viel zu wenig Ärzte die Möglichkeit, dass sich Typ-2-Diabetiker mit einer Low-Carb-Ernährung gut therapieren lassen. Noch viel zu oft wird Typ-2-Diabetikern Insulin verschrieben obwohl sie an einer Insulinresistenz leiden. Zu der Wirkung von Insulin sagt Prof. Martin:

Im Grunde hat Insulin drei Wirkungen: Erstens: Es senkt den Blutzucker. Zweitens: Es blockiert die Fettverbrennung. Drittens: Es blockiert die Glukoseproduktion in der Leber. Zur Senkung des Blutzuckers benötigt der Körper die 10-fach höhere Insulinmenge als zur Fettverbrennung. Das ist das große Problem bei Typ-2-Diabetikern: Sie haben hohe Mengen an Insulin im Blut, also können sie kein Fett verbrennen. Wir müssen Wege finden, die hohen Insulinspiegel zu senken, damit die Menschen wieder Gewicht abnehmen können.

Was wünschen wir uns vom Weltdiabetestag?

Es wäre schön, wenn der Weltdiabetestag von den offiziellen Stellen genutzt würde, um auf die Möglichkeit der guten Effekte einer Low-Carb-Ernährung hinzuweisen. Wenn den Betroffenen die Möglichkeit einer Wahl gegeben würde. Wir wünschen uns einen Blick nach Amerika, zu Virta Health.

 

Der finnische Milliardär Sami Inkinen revolutioniert mit seiner Firma Virta Health die Diabetes-Welt in den USA. Keto bei Typ-2-Diabetes ist seine Devise. Diese Nachricht schlug in Fachkreisen vor zwei Jahren wie eine Bombe ein.

Sami Inkinen sagt:

„Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, bis wir unser Ziel erreicht haben, Typ-2-Diabetes bei 100 Millionen Menschen zu besiegen.“

Doch die Anfänge sind getan und äußerst vielversprechend, die Ergebnisse der Studie sind veröffentlicht. Lesen Sie dazu die Artikel: Umkehrung von Typ-2-Diabetes? Ja, gerne! und So lässt sich Typ-2-Diabetes umkehren.

 

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Titelbild: Pixabay

Bilder im Text: Fotolia. com

 

 

[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29279853/

[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30371047/

Quellen der Zitate von Prof. Dr. Martin Stephan:

https://www.pharma-fakten.de/news/details/848-typ-2-diabetes-ist-kein-schicksal-das-jemand-tatenlos-erdulden-muss

 

 

 

 

 

 

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1 COMMENT
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    Gnubbel 14. November 2020

    Und wieder ein Weltdiabetestag, und immer noch keine Trendwende in Sicht. Was läuft da schief? Nun, solange wir weiter fleißig das Pferd beim Schwanz aufzäumen und die Symptome (den hohen Blutzucker) bekämpfen, anstatt nach den wirklichen Ursachen zu fragen, werden wir noch viele weitere Weltdiabetestage mit immer katastrophaleren Zahlen erleben. Wir sollten uns doch mal fragen, wieso es Menschen gibt, die sich, wie z.B. auf Okinawa, zu 85 Prozent von Kohlenhydraten ernähren, ohne dass was passiert, und andere (selbst gertenschlanke, habe ich genug davon in meiner Verwandtschaft), die von einem Löffel Zucker im Morgenkaffee Diabetes kriegen. Das Wissen, das wir brauchen, um uns diese Frage zu beantworten, kriegen wir schon in der Schule vermittelt, wir müssen nur mal eins und eins zusammenzählen:

    In dem Moment, wo die Wissenschaft akzeptiert, dass das Gehirn nicht nur das wichtigste Organ in unserem Körper, sondern auch der mit Abstand größte Energieverbraucher ist (unter Stress bis zu 50 Prozent!) und dass es mit seinem Stresssystem auch über alle Möglichkeiten verfügt, sich diese Energie in Form von Glukose zu verschaffen – und sei es um den Preis, dass unser restlicher Körper dabei vor die Hunde geht – wird sich das Problem mit dem Diabetes 2 ganz schnell von selbst in Luft auflösen. Wenn wir aufhören, uns 24/7 unter toxischen Dauerstress zu setzen (auch das berüchtigte Cocooning und der allgegenwärtige Bildschirm zählen dazu!) und unser Gehirn auf Volllast fahren zu lassen, wird sich unser Zuckerspiegel wie von Geisterhand wieder normalisieren und die Insulinproduzenten kapitale Verluste einfahren. Aber da es in unserer modernen Gesellschaft offenbar ohne Dauerstress nicht mehr geht, haben wir zum Glück noch die Möglichkeit, unser Gehirn wieder an die Nutzung von Ketonkörpern zu gewöhnen, dann hat es selbst unter Stress ausreichend Nahrung, ohne die Blutbahn mit Glukose vollzupumpen.

    Freilich ist unsere Gesellschaft von dieser simplen Erkenntnis noch Lichtjahre entfernt, das zeigen die ständig steigenden Diabetikerzahlen und die parallel dazu steigenden Profite der Insulinhersteller. Deshalb ist hier eigenes Denken gefragt. Ich jedenfalls brauche keine schlauen Studien, wenn mir mein eigener Körper deutlich genug sagt, was Sache ist: Vorige Woche habe ich mich im Rahmen eines Glukosetoleranztests davon überzeugen dürfen, dass von meinem damaligen unheilbaren Diabetes absolut nichts mehr übrig ist – und das bei einem BMI von über 35! Sollte uns das nicht zu denken geben?

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